Das erste Mal – Die Online-Sexualberatung
Das erste Mal kann schief laufen
Manfred ist ein schüchterner, sexuell unerfahrener junger Mann.
Er lässt sich von seinen Freunden animieren, ein Bordell
aufzusuchen, um endlich sein erstes Mal hinter sich zu bringen.
Eine Prostituierte stellt für ihn das Nonplusultra dar, was
sexuelle Erfahrung anbelangt. Dies ist eine prekäre
zwischenmenschliche Situation, was die Machtbalance zwischen
den beiden Akteuren anbelangt.
Um die Misere noch zu vergrößern, wählen seine Freunde
für ihn die aller Attraktivste aus – eine Dame, der er
gegenüber im realen Leben kein Wort heraus brächte.
Von einer männlichen Überlegenheit – die beim Sex eine gewisse Rolle spielt –
ist hierbei natürlich nicht ansatzweise zu sprechen.
Psychologisch vollkommen vorhersehbar, ist Manfred natürlich
nicht in der Lage, auch nur die kleinste Erektion zustande
zu bringen. Das Versagen bei seinem ersten Mal gräbt sich tief
in seine Seele ein.
Als Manfred sich später in ein Mädchen verliebt und sie zu
seiner großen Freude seine Gefühle erwidert, ist er natürlich
in banger Erwartungshaltung vor dem ersten Mal.
In der Art einer selbsterfüllenden Prophezeiung läuft das
erstes Mal mit seiner Freundin genau so ab, wie damals mit
der Prostituierten.
Die Aufregung und die Angst zu versagen, unterminieren sein
Selbstbewusstsein und lassen eine normale männliche
Reaktionsbereitschaft nicht zu.
Das erste Mal ist Stress
Das erste Mal im Leben Sex zu haben, kann für einen jungen
Mann den Charakter einer Prüfungssituation annehmen –
bei der er auch durchfallen kann.
Als riesengroße Herausforderung wird das erste Mal dann
erlebt werden, wenn ein emotionales Ungleichgewicht dem
Pärchen das Leben schwer macht – das zu seinem Ungunsten
ausfällt.
Emotional asymmetrisch ist eine Verbindung, wenn einer den
anderen mehr liebt bzw. einer stärker an der Beziehung
interessiert ist als der andere.
Zwangsläufig ergibt so eine Situation einen Dominanten
und einen Subdominanten – einfach deshalb, weil der, der
mehr liebt zum Unterlegenen wird und der andere zum
Überlegenen.
Liebe und Macht sind auf diese Weise eng miteinander
verbunden – ob wir das beabsichtigen oder nicht und
spielen gerade auch beim ersten Mal eine wichtige Rolle.
Stets ist der Subdominante – er kann weiblich oder
männlich sein – etwas angespannt und unter Druck, weil
er sich viel mehr um seinen Partner bemüht, als dieser
sich um ihn.
Überspitzt könnte man sagen: Einer in der Beziehung
hat die Sicherheit auf seiner Seite, dafür aber auch
die Langeweile – während beim anderen Leidenschaft
und Dramatik herrschen.
Wenn Sie in meinen Webseiten ein bisschen herumstöbern,
werden Sie immer wieder auf diese Thematik stoßen.
Beziehungen sind selten ganz symmetrisch und
Ungleichgewichte haben ihre Auswirkungen – auf Männer
etwas andere als auf Frauen.
Das erste Mal kann gefährlich sein
Ist ein Jungmann verliebter in sie als umgekehrt und
hat seine Angebetete zudem noch einen sexuellen
Erfahrungsvorsprung, kann das erste Mal für ihn
zu einer großen seelischen Belastung werden – zu einem
Test, den er unbedingt bestehen muss.
Der Leistungsdruck unter den er sich setzt, ist
zwangsweise gepaart mit der Angst nicht gut genug
zu sein – zumal sie über Vergleichsmöglichkeiten
verfügt. Unter solchen Voraussetzungen wäre es schon
ein Wunder, wenn er mit seinen Liebhaberqualitäten
zufrieden wäre. Nach dem ersten Mal hat sich die
Machtverteilung in der Regel noch stärker zu seinem
Ungunsten verschoben, weil die Unsicherheit auf seiner
Seite angewachsen ist.
Ihre Liebe ist so wichtig
Viel besser schaut für einen Jungmann die Sache beim
ersten Mal aus, wenn seine Freundin sehr verliebt
in ihm ist. In so einer komfortablen Situation braucht
er sich keine Gedanken darüber zu machen, dass sich
seine Beziehung verschlechtern würde, wenn beim ersten
Mal seine erotischen Experimente nicht so glücken, wie
er das gerne hätte.
Sie wird es nicht so eng sehen und wenn er ein
bisschen Geduld mit sich hat, wird er die Sicherheit
erlangen, die ein Mann braucht, um ein guter Liebhaber
zu werden.
Das erste Mal – die Angst vertreibt die Lust
Sylvia ist sechzehn Jahre jung und ein hübscher
aufgeweckter Teenager. Seit drei Monaten hat sie einen
neuen Freund; sie ist noch Jungfrau – hat sich aber
zum Ziel gesetzt – die Sache mit dem ersten Mal endlich
anzupacken. Eigentlich ist sie innerlich noch nicht
bereit dazu, aber ihr Freund, drei Jahre älter, hat
ihr signalisiert, nicht noch länger warten zu wollen.
Ihr Problem: Sylvia hat starke Angst vor Schmerzen.
Der Gang zum Zahnarzt ist für sie eine ausgewachsene
Tragödie – eine Blutentnahme beim Arzt die reinste
Horrorvision.
Die Schilderung ihrer besten Freundin von deren
ersten Mal, treibt ihr den Schweiß auf die Stirn.
Eine künstliche Defloration beim Frauenarzt wurde
in Erwägung gezogen – und wieder verworfen.
Ungünstiger kann eine Ausgangslage beim ersten
Mal für ein Mädchen nicht sein.
Sind junge Frauen für das erste Mal nicht einhundert
Prozent bereit, und lassen sich trotzdem durch
Drängen darauf ein, kann das ihrer psychosexuellen
Entwicklung sehr schaden. Das erste Mal kann als
psychologisches Schlüsselerlebnis den Grundstein für
eine Sexualneurose legen, die oft erst im späteren
Erwachsenenleben überwunden werden kann.
Sind die Ängste vor dem Deflorationsschmerz beim
ersten Mal übermächtig, wird keine ausreichende
Lubrikation gegeben sein und der enge Scheideneingang
kann sich zusätzlich noch maximal verkrampfen –
um das schmerzhafte Eindringen zu verhindern.
Für ihren Freund eine schwierige Situation, bei der
er viel Fingerspitzengefühl und Einfühlungsvermögen
walten lassen muss.
So kann das erste Mal und weitere Fehlversuche Sex
zu haben, den Verkrampfungszustand chronifizieren und
im Extremfall, wenn unbehandelt, zu einer
lebenslänglichen Sexualaversion führen – auch in
unserer modernen aufgeklärten Zeit.
Das erste Mal – manchmal nie
Junge Mädchen verlieben sich und wollen einen Freund,
obwohl das erste Mal Sex zu haben oft nicht ganz oben
auf ihrer Prioritätsliste steht – das ist ganz normal.
Wenn sie ihm wichtig ist und er sie liebt, ist es klar,
dass er ihr Zeit lässt und wartet, bis sie zum ersten
Mal bereit ist.
Diese Situation ist eine psychologische Zwickmühle,
aus der junge Männer oftmals keinen Ausweg finden.
Da er gerne Sex mit ihr hätte, sie aber noch warten
möchte, wird sie mit der Zeit in der Beziehung die
Überlegene.
Seine Hormone schlagen Purzelbäume – er kann an nichts
anderes mehr denken und so versucht er, durch
übergroßes Eingehen auf ihre Bedürfnisse, sie
auf das erste Mal einzustimmen. Eine verhängnisvolle
Situation, was die Machtbalance der Beziehung
anbelangt, in der er als stark Bedürftiger in die
unterlegene Position gerät.
Aus Gründen, die sich aus der Entwicklungsgeschichte
des Menschen herleiten, sind Frauen sexuell ganz
besonders an Männern interessiert, zu denen sie
aufschauen können und die ihre Bewunderung auslösen.
Diese Mechanismen laufen unbewusst ab und sind tief
in der weiblichen Seele eingebettet.
Sexuell sind sie ganz besonders aufgeschlossen,
am Beginn einer Liebe, wenn er sie sehr interessiert
und alles noch neu und ungewiss ist. Die Machtbalance
in dieser Ausgangssituation ist dann ausgeglichen.
Der Neue hat es gut beim ersten Mal
Findet das erste Mal – aus den nachvollziehbaren Umständen – in dieser Zeit nicht statt und die Beziehung bekommt eine gewisse Routine und einen Alltagsanstrich, wird ihre sexuelle Motivation mit der Zeit immer weniger. Eine paradoxe Situation tritt ein, über die sich das Mädchen selber nicht so ganz im Klaren ist: Am Anfang ihrer Beziehung hat das nicht Bereit-Sein zum ersten Mal den Sex verhindert – nach einem halben Jahr Warten hat sie im Grunde keine Lust mehr dazu. Über kurz oder lang verliebt sie sich neu und hat das erste Mal dann mit dem Neuen – nach ganz kurzer Zeit.