Sexbeziehung – die Online-Beziehungsberatung
So verliebt – er aber will nur eine Sexbeziehung
Es ist in den Beratungssituationen immer ein großes Thema: Frauen oder
Mädchen beschweren sich, weil sie in einem Beziehungsmodell gefangen
sind, das einer reinen Sexbeziehung entspricht. Ich bezeichne das auch
gerne als in der Affärenschublade-Sein.
Die Affärenschublade ist das Gegenstück zur berühmten
Kumpelschublade,
in die – bei den Damen – Exemplare der männlichen Spezies wandern, um
dort ein trauriges und freudloses Dasein zu fristen.
Männer in den Kumpelschubladen attraktiver Ladies werden ausgenutzt und
hingehalten; sie leisten Dienste und geben emotionalen Beistand – aber
Sex hat die Angebetete mit einem anderen Kerl. Zur Ehrenrettung der
Damenwelt sei angeführt, dass derlei ausbeuterisches Verhalten häufig
auf einer unbewussten Ebene abläuft und die Typen sich geradezu darum
reißen in ihre Dienste treten zu dürfen.
Übrigens – geschicktes, manipulatives Verhalten der holden Weiblichkeit
ist von der Evolution gewollt und gefördert, da in der Urzeit weibliche
Cleverness, was Männer anbelangte, den Kindern einen großen Überlebensvorteil
eingebracht hat. Das heißt nichts anderes, als dass den Damen die
Raffinesse schon im Blute liegt
!
Frauen, die in der Affären-Schublade eines Don Juans verschwunden sind und dadurch gezwungen werden eine reine Sexbeziehung zu führen, haben scheinbar alle Tricks vergessen, die ihnen die Natur über Jahrmillionen beigebracht hat: Degradiert zur Sex-Dienstleisterin ohne Anspruch auf Entlohnung – ohne Anspruch auf irgend etwas – leben sie in einer unglücklichen Partnerschaft, weil die Herren sich erfolgreich jeder anderen Beziehungsform verweigern. (Tipps, die ich auf der Seite zum beziehungsfaulen Ehemann gebe, sind hier manchmal wirksam)
Natürlich muss ein krasses emotionales
Beziehungs-Ungleichgewicht
existieren, damit die männliche Seite so agieren kann und die weibliche eine reine
Sexbeziehung akzeptiert.
Im Folgenden möchte ich an Hand eines Beziehungsbeispieles aufzeigen, wie es
geschehen kann, dass eine junge und attraktive Dame es fertig bringt, dass er
sich nicht in sie verliebt und es stattdessen vorzieht mit ihr nur eine
Sexbeziehung zu führen.
Sexbeziehung und Liebe
Heike ist eine hübsche, attraktive Krankenschwester, 27 Jahre alt, ledig und
mit vielen guten Eigenschaften ausgerüstet – aber leider hat sie kein Glück
in der Liebe.
Neben zwei längeren Beziehungen, die drei und vier Jahre hielten, hatte sie
einige kürzere. Man könnte sie als männererfahren bezeichnen.
Trotzdem zieht sie nichts Festes an Land und wird immer unglücklicher, weil
viele ihrer Freundinnen bereits verheiratet sind und Kinder haben.
Nun ist sie wieder einmal schwer verliebt in einen jungen Mann Anfang dreißig
– aber völlig unzufrieden, weil der Gute sich in der Beziehung ziemlich
unengagiert verhält.
Unter der Woche ist er drei Mal in seinem Fitnessstudio und hinterher jedes
Mal so ausgepowert, dass nichts mehr mit ihm anzufangen ist.
An den Wochenenden verbringt er häufig seine Zeit in Männerrunden – mit Freunden
und Arbeitskollegen –, anstatt mit seiner hübschen Freundin einen Stadtbummel
zu machen. Natürlich reagiert sie ziemlich eifersüchtig, auch weil sie Angst
hat, er könnte dabei eine Andre kennen lernen. Ich glaube, er kommt zu mir
nur wegen dem Einen, sagt sie traurig; wir führen inzwischen so was wie eine
reine Sexbeziehung – obwohl das ganz und gar nicht meine Absicht war.
Sie ist ganz verzweifelt und ratlos, weil sie nicht weiß, was sie falsch macht
oder noch besser machen könnte.
Auf einige Fragen gibt sie unter anderem zur Auskunft, dass sie beim zweiten Date
Sex mit ihm hatte. Wir wollten das beide so, schiebt sie nach; allerdings hatte
er ihr schon sehr früh zu verstehen gegeben, dass Sex für ihn einen sehr hohen
Stellenwert hat.
Jetzt hockt sie also unglücklich in der Affärenschublade und weiß weder warum sie da gelandet ist, noch wie sie da wieder heraus kommen kann.
Wie Sie – sehr verehrte Internetnutzer – ja sicherlich bemerkt haben, hat die
Konzeption meiner Website als Basis die Evolution des Menschen. Sie ist für
all unsere Verhaltensweisen mehr oder weniger verantwortlich.
Zwischenmenschliche Situationen, besonders was die Liebe anbelangt, lassen sich
leichter begreifen und verstehen, wenn man diese evolutionären Hintergründe kennt.
Darum sind mir diese Informationen für die User auch so wichtig.
Andererseits weiß ich natürlich auch, dass es genügend Surfer gibt, die sich für
diese entwicklungsgeschichtlichen Tatsachen nicht besonders interessieren – vor
allem dann nicht, wenn ihnen ein akutes zwischenmenschliches Problem auf den
Fingern brennt.
Ich bitte diese User deshalb, die biologischen Erklärungen menschlichen Verhaltens
einfach zu überlesen und stattdessen auf die psychologischen Informationen zu
fokussieren, die überall eingestreut sind und die immer wieder auch nützliche
Verhaltenstipps beinhalten.
Am Liebsten wäre es mir natürlich, Sie würden sich die Mühe machen und sich mit
den evolutionären Hintergründen unseres Verhaltens auseinandersetzen. Einsichten
die man dadurch gewinnt, können dazu führen, das Leben aus einem völlig neuen
Blickwinkel zu sehen.
Aber nun wieder zurück zu Heike, unserer unglücklichen Krankenschwester: Dem
jungen Mann wird an ihr zu allererst die erotische Ausstrahlung aufgefallen
sein – Männer bemerken so was immer als Erstes –, denn da ist sie wirklich
ein Blickfang.
Über ihre Eignung als Frau und Mutter etwaiger Kinder wird er sich sicher
noch keine Gedanken gemacht haben, da war sie schon wesentlich weiter als er
– der vorerst nur ins Bett mit ihr wollte.
Aber warum hat sich das Ganze zu einer reinen Sexbeziehung entwickelt? Warum
hat er sich nicht in die hübsche Heike heftig verliebt? Ganz einfach: Sie
hatte ihm keine Gelegenheit dazu gegeben.
Zum einen nimmt Heike die Pille, so hatte sie keine unerwünschte Schwangerschaft
zu befürchten. Zum anderen hatte sie Angst, der Mann könnte abspringen, wenn sie
beim Sex groß rumzicken würde; und außerdem war er ja so
süß und darum hatte sie es auch gewollt – bei ihrem zweiten Date.
Aber die Gesetze des Verliebens haben über die Jahrmillionen ein striktes Drehbuch entwickelt, von dem man auch in modernen Zeiten nicht so ohne weiteres ungestraft abweichen darf.
Diese Gesetze regeln und steuern die Motivationen des Menschen, heute noch genauso wie in urtümlichen Zeiten. Kennt man ihren ursprünglichen Sinn und Zweck, weiß man auf was das Ganze hinausläuft, bzw. man erkennt – wenn etwas nicht klappt – woran es gelegen hat.
Eine Vormenschenfrau musste – biologisch gedacht – einen potenziellen Kandidaten
auf gute Gene und auf Familiensinn prüfen, bevor sie mit ihm Sex hatte. Außerdem
musste sie unbedingt die Sicherheit haben, dass er sich in sie verliebt hatte –
und zwar heftig. Viel zuviel stand für sie auf dem Spiel: Schwanger zu werden von
einem Kerl, der sich nachher vom Acker macht, war in der Urzeit nämlich eine riesen
Katastrophe. Mit einer reinen Sexbeziehung wäre ihr da nicht gedient gewesen, deshalb
war sie gezwungen klug zu wählen. Diese Testverfahren kosteten aber ihre Zeit – Zeit,
in der sich bei ihm die Liebe entwickeln konnte.
Durch Zickigkeit verrückt
Eine Urfrau hatte bei einer Beziehungsanbahnung immer zwei Seelen in der Brust: Soll
ich oder soll ich nicht?
Mit dieser Ambivalenz im Herzen fährt jede Frau einen Zickzackkurs, der den Mann, der
sich für sie interessiert, im höchsten Maße verwirrt.
Mal glaubt er sich am Ziel seiner Wünsche, dann – im nächsten Moment – schaut es wieder
so aus, als ob sie ihn endgültig abweisen würde. Dieses Hin und Her ist mit einem
ständigen Auf und Ab seiner Gefühle verbunden. Das Seelenchaos, das sie in dem armen
Kerl dabei auslöst, lässt seine Gedanken nur noch um sie kreisen.
Wenn sie es richtig anstellt, können ihm kleine Geländegewinne dabei wie große Siege
erscheinen. Die körpereigenen Opiate des dopaminergen Belohnungssystems im Gehirn
spielen bei diesem Szenario eine wichtige Rolle.
Man hat den Eindruck, dass die Evolution das weibliche Zaudern
auch dafür benutzt ihn gefühlsmäßig zu binden.
Andererseits ist es ihr bewusst, dass sie ihn mit ihrer Hinhaltetaktik auch vergraulen könnte. Die Angst ihn zu verlieren zwingt sie dann, einen Schritt auf ihn zuzumachen – greift er freudig dieses Signal auf, geht sie spontan wieder einen Schritt zurück. Das Geplänkel im Vorstadium einer Liebe erinnert an ein Spiel; an ein Spiel um die Macht über das, was als Nächstes passiert.
Die unbewusst dabei angewandte Stop-and-Go-Strategie führt zu einer emotionalen
Synchronisation des Paares und zu beidseitiger Liebe.
Männer denken zuallererst an Sex
Wenn man sich das oben skizzierte Szenario vor Augen hält, fällt es einem wie Schuppen
von den Augen, warum unsere arme Heike in eine Sexbeziehung gerutscht ist: Da sie
ordentlich von Torschlusspanik ergriffen war und ihr der Mann ganz toll gefiel, war es
ihr unmöglich, auf eine spielerische Art und Weise mit der Sache umzugehen.
Sie war sich ganz früh, ganz sicher, dass sie diesen Mann wollte – für eine feste
Beziehung, mit Ehe, Kindern und allem Drum und Dran. Darum konnte sie auch nicht
das ganze Drehbuch abspulen, das die Natur für solche Situationen erfunden hat.
Aber auch er war sich in einem schon von aller Anfang sicher: Er wollte unbedingt mit
der schnuckeligen Heike ins Bett. Nun ergibt sich bei jeder Beziehungsanbahnung – wie
schon öfter erwähnt – ein Konflikt zwischen männlichen und weiblichen
Interessen: Er möchte Sex mit ihr, während sie noch warten möchte.
Dieser Konflikt gründet auf einer Entwicklungsgeschichte die bis weit ins Tierreich zurückreicht – also Hunderte von Millionen Jahre alt ist. Dieser Konflikt ist auch ein entscheidendes Element bei der Verliebtheit: Wird es übersprungen, weil die Frau sofort zur Paarung bereit ist, schreitet er zur Tat und das war’s. Liebe seinerseits wird sich dann eher nicht entwickeln; das Ganze ist ernstlich in Gefahr auf eine reine Sexbeziehung hinauszulaufen.
Beharrt die Frau auf einer langen Verlobungszeit, wie es eigentlich ihrer Natur
entspricht, geht er ihr vielleicht Stiften – weil ihm alles zu kompliziert erscheint.
Nur wenn ein Liebespaar aus diesem Dilemma herausfindet – durch einen geeigneten
Kompromiss –, der bei der Aushandlung Erregung und Energie freisetzt, kann sich
Liebe entwickeln.
Jeder möchte seine Nase vorn haben
Auf meinen Beziehungsseiten weise ich ständig darauf hin, dass dem
Machtaspekt
bei der Liebe eine immense Bedeutung zukommt.
Automatisch hat in einer Beziehung derjenige die Oberhand, der an ihrem Fortbestand
bzw. an ihrer Entstehung das geringere Interesse hat.
Jedes Liebespaar rivalisiert auf einer unbewussten Ebene um die Macht in der Beziehung!
Liebe ist untrennbar mit dem Bestreben nach der Oberhand in der Beziehung verbunden.
Ich weiß, dass sich das relativ unmöglich anhört – ist aber leider so.
Ich erinnere mich dabei an einen Schlager, den vor vielen Jahren die niederbayerische
Mundartsängerin Nicki in den Hitparaden hatte. Du bist in meiner Macht lautete der
sinnige Titel; und der trifft punktgenau das hier besprochene Thema.
Wenn ich mich in eine Frau verliebe, bringt mich diese Liebe automatisch ihr gegenüber
in eine unterlegene Position. Die Liebe gibt, ob ich es wahrhaben möchte oder nicht,
diesem Menschen Macht über mich. Plötzlich ist mein seelisches Wohlbefinden vom Verhalten
einer anderen Person abhängig. Wer je unglücklich verliebt war, weiß wovon ich rede und,
wie machtlos man sich dem anderen gegenüber fühlen kann.
Bei gegenseitiger Liebe spürt man diese Macht des anderen nicht, weil die Kräfte sich
gegenseitig neutralisieren.
Macht bedeutet vor allem eines: Sicherheit. Jeder Liebende strebt nach dieser Sicherheit,
weil der Gedanke unerträglich ist, der andere könnte einen verlassen.
So ist es für mich ungemein wichtig, dass mich meine Liebste genau so stark liebt wie
ich sie. Oder noch besser, mich einen kleinen Tick stärker liebt – damit ich auf der
sicheren Seite bin. Das hört sich jetzt in der Analyse richtig berechnend und nüchtern
an. In der Praxis ist das natürlich nicht so, da sich diese psychodynamischen Mechanismen
auf einer unbewussten Ebene abspielen.
Dieses Gezerre im seelischen Untergrund eines Liebespaares ist demnach ein ganz normaler
Vorgang und sogar wünschenswert, weil die Energie, die dabei entsteht, die Liebe beflügelt
und am Leben erhält.
Aber dennoch, die Sache mit der Macht ist ein zweischneidiges Schwert:
Zu viel Macht macht die Liebe kaputt
Denn, wenn ich es geschafft habe, dass meine Liebste mich mehr liebt als ich sie,
habe ich zwar die Sicherheit auf meiner Seite, aber paradoxerweise nimmt mir diese
Sicherheit auch einen Teil meiner Gefühle für sie weg.
Es ist ein biologisches Grundprinzip, dass Lebewesen versuchen, die Kontrolle über
eine für sie wichtige Situation anzustreben. Erst mit dem Erhalt der Kontrolle
erreichen sie einen ausgeglichenen emotionalen Zustand, der es ihnen ermöglicht,
ihre Energien auf andere ungelöste Aufgaben zu konzentrieren. Anders ist das Leben
gar nicht zu bewältigen.
Deshalb ist es von der Natur aus so eingerichtet, dass automatisch mit dem Erreichen
von Überlegenheit und Sicherheit die begleitenden Emotionen drastisch
zurückgehen.
Aber – wer die Kontrolle hat verliebt sich nicht
Da Heike unbedingt nach einem Mann zur Familiengründung suchte, war sie gleich zu
Anfang in der schwächeren und unterlegenen Position – da er diesbezüglich ja solche
Ambitionen noch nicht hatte. Da der junge Mann intuitiv Heikes Zugewandtheit verspürte,
hatte er gleich zu Beginn die Kontrolle über die Beziehung.
Nur in einer für ihn emotional offenen, nicht beherrschbaren Anfangssituation, hätte
die Liebe den Raum gehabt, sich bei ihm zu entwickeln – dann wäre er zu mehr bereit
gewesen, als nur zu einer Sexbeziehung.
Heikes unterlegene Position aber hatte dieses verhindert, obwohl sie es sich so sehr
gewünscht hat – paradoxerweise gerade weil sie es sich so sehr gewünscht hat.
Fazit
Liebe Leserinnen, es war mir mit diesem Text ein Anliegen, Ihnen aufzuzeigen, wie man es als Frau schafft, dass ein Mann sich nicht verliebt und es stattdessen vorzieht eine reine Sexbeziehung zu führen.
Ich möchte es nicht in Abrede stellen, dass eine wunderbare Beziehung auch dann entstehen kann, wenn Sie schon nach kurzer Zeit der Bekanntschaft seinem Wunsch nach Sex nachkommen. Aber die Regel ist es nicht!
Wenn Sie sich körperlich sehr stark zu einem Mann hingezogen fühlen und nur eine lockere und unverbindliche Beziehung suchen, ist es kein Thema, jedenfalls in heutigen Zeiten nicht, dass Sie nach kurzer Bekanntschaft mit ihm ins Bett gehen. Warum auch nicht!
Aber, Sie müssten sich schon sehr sicher sein, dass Ihnen die Liebe nicht einen
Strich durch die Rechnung macht, denn Sex und Orgasmen zu haben binden eine
Frau viel stärker an einen Mann als anders herum.
So kann es passieren, dass sich eine Frau auf ein rein körperliches Abenteuer
einlässt und dann entdeckt, dass sie sich, wieder erwarten, heftig in ihren
Affärenmann verliebt hat; und dann ist guter Rat teuer, weil sie in einer
Sexbeziehung feststeckt, über die sie sich nicht einmal beschweren kann
.
Wenn Sie von vorneherein wissen, dass für Sie nur eine feste Beziehung in Frage kommt, weil Sie an Heirat und Kinder denken und deshalb wollen, dass sich Ihr Auserkorener auch wirklich verliebt, müssen Sie auf Nummer sicher gehen; auch im 21. Jahrhundert noch. Sie müssen die Drehbücher befolgen, die die Natur vor Hunderttausenden von Jahren entwickelt hat – sonst werden Sie Schiffbruch erleiden!
Es sei denn, Sie haben die Äußerlichkeit einer Heidi Klum; wenn Sie wie die Heidi
daherkommen, können Sie mit jedem normalen Mann ins Bett gehen – sofort. Er wird
sich auf der Stelle in Sie verlieben
!
Wenn Sie aber eine normal attraktive Frau sind, die selbstkritisch mit dieser oder
jener Äußerlichkeit bei sich hadert und die sich selber nicht als Supermodel begreift,
machen Sie langsam und spielen Sie das Spiel, das ich skizziert habe. Selbst wenn er
drängt und Sie Angst haben, dass er Ihnen abspringt, lassen Sie sich Zeit. Wenn er
sich nicht mehr meldet, weil er Ihre Faxen satt hat, seien Sie froh darüber. Es
ist Ihnen ein noch viel größeres Übel erspart geblieben. Selbst ein Supermodel wird
langsam machen, wenn es darum geht, einen Typen zu erobern, den sterbliche Frauen
höchstens im Kino bewundern können.
Sie dürfen eines niemals vergessen: Er wird sich nicht wegen Ihrer Willfährigkeit
in Sie verlieben, sondern wegen Ihrer Zickigkeit
!
Wenn man in einer Sexbeziehung festsitzt
Wenn Sie bei einem Typen in der Affärenschublade gelandet sind, ist für Sie ein
Entkommen daraus ungefähr genau so schwierig, wie für einen nice Guy, der von
seiner Lady zum Kumpel degradiert wurde.
Vielleicht haben Sie es einen kleinen Tick leichter, weil ihrer auf den Sex mit
Ihnen scharf ist. Da haben Sie einige Macht über ihn; wenn Sie die geschickt
nutzen, könnten Sie vielleicht das große Machtungleichgewicht drehen, das sich
bei euch eingeschlichen hat.
Wie ich ja oben dargelegt habe, ist der Preis, den man für Macht und Kontrolle
zu zahlen hat, immer ein weniger Werden der Gefühle. Ihr Affärenmann liebt Sie
deshalb viel weniger als Sie ihn – sonst hätten Sie eine normale Beziehung und
keine Sexbeziehung (Eine Einschränkung ist allerdings zu machen: Wenn Ihr Typ
von Haus auf beziehungsuntauglich ist, dann hat er in diesem Bereich ein
emotionales Defizit, das Sie durch Nichts wegbringen können).
Die Strategie – eine reine Sexbeziehung zu wandeln – zielt darauf ab, Unabhängigkeit zu demonstrieren. Er muss das Gefühl bekommen, dass Ihre Liebe zu ihm auf dem absteigenden Ast ist. Nur wenn er Angst bekommt Sie zu verlieren, kann sich sein Verhalten ändern und es ist möglich, dass er bei sich Gefühle entdeckt, von denen er gar keine Ahnung hatte, dass sie existieren. Ich habe da diesbezüglich schon die unglaublichsten Entwicklungen erlebt!
Aber Sie müssen das Anklammern sein lassen und vor allem mit jeder Form von
Vorwürfen aufhören, die sein Tun kritisieren. Solange Sie ihm Szenen und
Wutausbrüche liefern, erkennt er, schlau wie er ist, ihre Liebe dahinter.
Er wird wissen, mit welchem Zuckerstückchen er Sie wieder besänftigen kann
– damit seine Sexbeziehung weiter laufen kann wie bisher.
Wenn Sie es aber schaffen könnten sich zu kontrollieren und mit den Vorwürfen
aufzuhören, wird es ihm mulmig werden, weil er das so gar nicht von Ihnen
kennt. Nur dann könnte er realisieren, dass Ihre Unzufriedenheit in einem
Gefühlsschwund übergegangen ist – den er natürlich auch nicht möchte.
Manchmal kann es hilfreich sein die sexuellen Kontakte auszusetzen –
manchmal auch nicht.
Wenn er den Eindruck hat, dass Sie den Sex aus Bockigkeit verweigern, dann ist
das nicht gut. Wenn Sie den Sex mit ihm ausbremsen, dann nur, wenn er dadurch
den Eindruck bekommt, dass seine sexuelle Strahlkraft auf Sie nachgelassen hat.
Er darf in allem was Sie tun keine Verärgerung verspüren – sonder nur
abflauendes Interesse.
Um Distanz zu demonstrieren, lassen Sie manchmal ein Treffen mit ihm ausfallen, auch wenn es Ihnen schwer fällt und unternehmen stattdessen etwas mit Ihren Freundinnen. Nur wenn er merkt – ich wiederhole mich –, dass sie emotional von ihm wegdriften, wird er Engagement zeigen dies zu verhindern. Wenn Sie es ihm nicht so leicht machen und er Tun und Machen muss, wird er sich vielleicht echt in Sie verlieben. Das ist durchaus drin!
Diese Strategien stellen den bescheidenen Versuch dar das Rad zurückzudrehen, an den Anfang der Beziehung, um die ungünstige Weichenstellung zu korrigieren, die dort einmal stattgefunden hat!
Ich bin mir bewusst, dass diese Anleitung nur ganz allgemein gehalten ist. In Einzelfällen müssen diese Strategien modifiziert werden – um sie der speziellen Situation anzupassen. Aber Sie wissen jetzt ungefähr wie der Weg ausschauen könnte, um eine reine Sexbeziehung zu verändern.
Wenn Sie alleine nicht zurechtkommen, steht Ihnen natürlich auch meine Hilfe zur Verfügung. Ich möchte aber anmerken, dass es mir nicht mehr möglich ist, wegen der vielen Zuschriften die mich täglich erreichen, kostenlos Rat zu geben. Ich kann das zeitlich einfach nicht mehr bewerkstelligen. Wenn Sie mich brauchen – stellen Sie über mein Mailformular Kontakt zu mir her.